Psychodrama = Seele + Handlung

Das Psychodrama unterscheidet sich von anderen Verfahren durch den handelnden Zugang zum Erleben. Themen werden verbal und durch szenische Darstellungen erschlossen. Anders als das Rollenspiel basiert das Psychodrama auf Szenen des realen Erlebens des Themengebers und wird daher als wesentlich realistischer erlebt und wahrgenommen.

Wir lernen soziale Rollen, die den Individuen und individuellen Situationen nicht gerecht werden können. Je mehr die natürliche Kreativität durch verschüttete „Spontanität“ nicht zum Einsatz kommen kann, umso mehr sind wir an festgefahrene Rollenbilder gebunden. Das Psychodrama war ursprünglich als Gruppenpsychotherapie konzipiert. In der jüngsten Vergangenheit haben sich die Methoden der psychodramatischen Einzelarbeit in der Beratungsarbeit, beim Coaching und der Supervision etabliert. Fehlende Mitspieler werden durch Gegenstände, wie Stühle, Kissen etc., ersetzt und zuweilen übernehmen auch die Supervisoren und Coaches kurzfristig Rollen. Ein innerer Konflikt, die Entscheidungen über die eigene berufliche Entwicklung, kann durch verschiede Arrangements und Techniken sichtbar gemacht und einer Lösung zugeführt werden.